星期日,  11. 十二月 2016  -  14:44:20
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Rhythmische Gymnastik


RHYTHMISCHE GYMNASTIK

Allgemein

Ausdauer, Disziplin, Willensstärke und Genauigkeit – diese Eigenschaften führen zum Erfolg in der Rhythmischen Gymnastik. Natürlich sollte es der GymnastIn auch nicht an Gelenkigkeit, Koordination und Ausstrahlung fehlen um ihr Publikum mit extravaganten Verrenkungen beeindrucken und mitreißen zu können. Vor allem aber die Jury soll mit präziser Technik der Handgeräte überzeugt werden, denn diese ist verantwortlich für eine faire Bewertung der Leistung - sowohl im Einzelwettkampf als auch im Gruppenmehrkampf.

Name

Bis die FIG (Fédération Internationale de Gymnastique) sich auf den endgültigen Namen „Rhythmische Gymnastik“ einigen konnte, durchlief diese Sportart etliche Namenänderungen. Da die Rhythmische Gymnastik von der klassischen Wettkampfgymnastik abstammt, jedoch moderner wirkt, nannte man sie zuerst „Moderne Gymnastik“. Dieser Begriff erschien wohl zu profan und man entschied sich für „Rhythmische Sportgymnastik“, da die Gymnastin ja mit viel Rhythmusgefühl und Grazie eine Kür mit harmonischen Bewegungsabläufen präsentiert. 1988 beschloss die FIG, dieser Name sei zu lang und man kürzte ihn in Rhythmische Gymnastik.

Geschichte

Dadurch, dass bei der Rhythmischen Gymnastik vor Allem Gelenkigkeit, Grazie und Leidenschaft erforderlich sind, war und ist diese Sportart hauptsächlich ein Frauensport. Jedoch konnte sich auch das starke Geschlecht für diese Dehnakrobatik begeistern und bildet mit Japan, Russland und den USA die Hauptgruppe der Beteiligten.
Die Rhythmische Sportgymnastik ist eine relativ junge Disziplin und hat demnach keine kuriose Entstehungsgeschichte. Beschäftigt man sich mit dem Ursprung der Entstehung und Entwicklung dieser Sportart, führt uns das in die ehemalige Sowjetunion, wo 1948 die ersten Wettkämpfe stattfanden. Auch heute wird das Siegerpodest meist von SporterlInnen der ehemaligen Sovietunion eingenommen.
Als 1963 erstmals die Weltmeisterschaft für Rhythmische Gymnastik in Budapest augetragen wird, wird diese Sportart zum ersten Mal im internationalen Rahmen gefördert. Nach und nach war dann die Rhythmische Gymnastik bei immer mehr Wettkämpfen vertreten, wie etwa bei der Europameisterschaft 1978, den Goodwill Games, oder bei Corbeil International etc. Erst als 1984 die Rhythmische Gymnastik zu den Olympischen Spielen zugelassen wird, tritt diese Sportart endlgültig aus dem Schatten des Turnsports und kann sich individuell etablieren.

Code de Pointage

Die Fédération Internationale de Gymnastique, kurz FIG, und die Union Européenne de Gymnastique, UEG, regeln die Rhythmische Gymnastik.
Bewertet wird die Präsentation von einem Kampfgericht bestehend aus drei Jurys, die laut der 240 Seiten langen Gymnastikbibel, ihre Wertung abgeben. Diese Bibel wird vom FIG als „Code de Pointage“ bezeichnet, sie enthält nicht nur die internationalen Wertungsvorschriften, Punkteabzugssysteme und detailliertesten Angaben über obligatorische Elemente, sondern auch Verhaltensverweise für Trainer, Kampfrichter und Gymnastinnen.
Der Code wird alle vier Jahre geändert und aktualisiert, wobei es 2005 eine Reform der vielen unübersichtlichen Regeln gab. Sie sollte die Bewertung für Gymnastinnen transparenter machen und unkorrekte, nicht nachvollziehbare Wertungen aus der Welt schaffen.

Kampfgericht

In der Rhythmischen Gymnastik setzt man das Hauptaugenmerk auf drei wesentliche Dinge, welche von der dazugehörigen Jury bewertet werden: Die Schwierigkeit, Anzahl und Art der körperlichen Elemente werden von der D-Jury bewertet; den künstlerischen Wert und die Interpretation sowie die Gerätelemente und Originalität bewertet die A(rtistic)-Jury, und die Ausführung die E(xectuion)-Jury.

Bewertung

Nachdem jede Jury eine Kür mit bis zu 10 Punkten auf dem Übungsformular, das aus einer figurativen Rhythmischen Gymnastik-Symbolschrift besteht, bewerten kann, könnte man ein Maximum von 20 Punkten erreichen. Zuerst werden der künstlerische Wert und die Schwierigkeit mit der sogenannten A-Note bewertet, die Summe durch zwei dividiert. Zu diesem Quotienten wird dann, je nach Ausführung, die B-Note von maximal 10 Punkten addiert. Die Reform brachte mit sich, dass die Ausführung mehr an Bedeutung gewann, da dort die Punkte nicht addiert, sondern Fehler mit Punkteabzug bestraft werden. Prinzipiell wird hier eher wenig abgezogen - außer bei Verlust des Handgeräts oder gar bei Übertretung der Begrenzungslinie.

Disziplinen

Der Einzelwettkampf besteht aus einem Mehrkampf aus vier Übungen, die jeweils mit einem Handgerät begleitet werden. Die besten acht Sportler pro Handgerät oder höchstens die Hälfte der Teilnehmenden der Meisterklasse und der Juniorinnenklasse qualifizieren sich für das Gerätefinale.
Bei Gruppenwettbewerben bilden jeweils fünf Gymnastinnen eine Gruppe – trainiert wird aber mit sechs - denn im Falle eines etwaigen Ausfall muss ein Ersatz zur Verfügung stehen. Wenn die Gruppe eine Kür darstellen muss, handhaben alle fünf SportlerInnen dasselbe Gerät. Sollte die Gruppe mit zwei Präsentationen auftreten, dann werden zwei verschiedene Geräte kombiniert, wie zum Beispiel 3 Bänder und 2 Paar Keulen. Die verschiedenen Gerätekombinationen sowie die Reihenfolge der Abfolge bestimmt die FIG.
Wenn man im frühen Volksschulalter beschließt sich der Rhythmischen Gymnastik als Leistungssport zu widmen, sollte man genügend Zeit für die Trainings- und Balletteinheiten einplanen um schnell von den Schülerinnenwettkämpfen der Gruppe 3, 2, und 1, in die Juniorengruppe aufzusteigen und dann als „MeisterIn“ antreten zu können. Allerdings hängt das nicht nur vom Talent der Gymnastin, sondern vor allem vom Jahrgang und in welcher Klasse man antritt. Anders als in anderen Sportarten wird man in der Rhythmischen Gymnastik schnell als Senior bezeichnet, was nicht unbedingt negativ aufgefasst werden muss, denn Senior gilt als Synonym für die Eliteklasse, die allerletzte Stufe. Wie dem auch sei, als Gymnastin hat man keine lange Karriere vor sich, denn bereits mit 20 Jahren gehört man zum alten Eisen.

Handgeräte

Grundsätzlich existieren fünf Handgeräte, die man während seiner Zeit bei der Rhythmischen Gymnastik zu beherrschen lernt. Dies sind Seil, Ball, Reifen, Keulen und das Band.
Jede Kür muss neben elementaren körpertechnischen Elementen wie Ständen, Sprüngen und Pirouetten auch Elemente, die den speziellen Charakter des Handgeräts entsprechen, beinhalten. Das Handgerät soll in die Präsentation integriert werden und die Übung in ihrer Eleganz unterstreichen, nicht leblos am Körper der Gymnastin kleben bzw. hängen.
Auch muss jedes Gerät speziell genormt sein um eine mögliche Disqualifizierung aufgrund Nichteinhaltung der Maßen zu vermeiden. Das einzige, was die Gymnastin selbst bestimmen darf, ist die Farbe ihres Handgeräts - wobei es auch hier Ausnahmen gibt.

Kür, Musik, Wettkampffläche

Wie bereits erwähnt, soll die Kür eine präzise Darbietung rhythmischer und harmonischer Bewegungsabläufe darstellen, wobei nur eine genau festgelegte Anzahl akrobatischer Elemente vorgeführt werden darf, da es sonst nicht mehr elegant wirkt und zu sehr an das Turnen erinnert.
Die Dauer der Übung kann beim Einzel 75 bis maximal 90 Sekunden, beim Gruppenbewerb zwischen 120 bis maximal 150 Sekunden betragen, wobei die Choreographie in ihren Bewegungsabläufen nicht unterbrochen werden darf, nur wenn es als künstlerische Pointe gedacht ist.
Weiters gibt es strikte Richtlinien was die musikalische Begleitung betrifft: es sind nur instrumentale Kompositionen erlaubt, die dann exakt auf die Choreographie zugeschnitten sind, denn die Musikbegleitung sollte mit der Choreographie und dem Thema der Kür übereinstimmen.
Aufgeführt wird die Übung in einer mindestens acht Meter hohen Halle um eine Unterbrechung durch eventuelles Anschlagen oder Verhängen der Handgeräte zu vermeiden.
Teppiche mit einem speziellen federnden Unterbau, die die Gymnastinnen nur mit sogenannten „Halbpatschen“ betreten dürfen, werden bei bedeutenden Wettkämpfen verwendet um eine optimale Darstellung der Sprungkraft zu erzeugen. Dieser Teppich dient als Kampffläche, die 13x13 Meter groß und durch eine grellrote Linie eingegrenzt ist.
Weiters soll die Fläche durch eine ausgewogene Anzahl an Elementen ganz genützt werden, allerdings wird alles, was diese Linie übertritt, mit hohen Punkteabzügen bestraft.

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