星期五,  9. 十二月 2016  -  16:21:53
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Surfen


Geschichte des Surfens

  • Hawaiianischer Ursprung

Man nimmt an, dass das Surfen ungefähr um 400 n. Chr. auf den hawaiianischen Inseln erfunden wurde. Für die Hawaiianer war das Surfen nicht nur eine sportliche Freizeitbeschäftigung, sondern ein wesentlicher Bestandteil ihrer Kultur. Ihr strenges kapu (Tabu)-System regelte das Surfen genauso wie jeden anderen Aspekt des Insellebens. Die Surfstrände und –zeiten wurden je nach gesellschaftlicher Position geregelt, unterschiedliche Modelle von Surfbrettern waren unterschiedlichen Gruppen vorbehalten. Das Surfen spielte darüberhinaus auch in der hawaiianischen Religion und Mythologie eine wichtige Rolle. So war es zum Beispiel wesentlicher ritueller Bestandteil der Makatiki-Feierlichkeiten, die jährlich zu Ehren des Gottes Lono gehalten wurden.
Die erste westliche Quelle, die hawaiianisches Surfen beschreibt, ist ein Eintrag im Logbuch der Discovery, einer der Schiffe des Entdeckers James Cook. Der Eintrag beschreibt die hawaiianische Surftradition auf ihrem Höhepunkt.
Durch vermehrten Zuzug aus dem Westen und der Adaption westlicher Ideale verlor das Surfen seine einzigartige Stellung im gesellschaftlichen und religiösen System der Insel und geriet mehr und mehr in Vergessenheit.
  • Surfen im Westen

Erst im frühen 20. Jahrhundert fand das Surfen seinen Weg in die westliche Kultur. Der erfolgreiche Schriftsteller Jack London stellte den Sport erstmals einem größeren Publikum vor, als er seine Urlaubserinnerungen an Hawaii niederschrieb, wo er einige der besten Surfer seiner Zeit kennengelernt hatte. Der Text wurde unter dem Titel „A Royal Sport. Surfing at Waikiki“ veröffentlicht.
Die größte Bedeutung für die weltweite Verbreitung des Surfens ist wohl Duke Kahanamoku zuzuschreiben. Der Schwimmer und mehrfache olympische Goldmedaillensieger für die USA setzte seinen Bekanntheitsgrad dazu ein, seine andere große Leidenschaft neben dem Schwimmen, das Surfen auf seinen vielen Reisen in aller Welt bekannt und beliebt zu machen.
Als 1959 der Film „Gidget“ erschien, in dem Sandra Dee als schüchternes junges Mädchen ihren heimlichen Schwarm beeindruckt, indem sie surfen lernt, hatte sich der Sport längst von einem Untergrund- in ein Massenphänomen entwickelt. Auch Musiker wie Dick Dale oder The Beach Boys läuteten das goldene Zeitalter des Surfens in den 60er Jahren ein.
  • Die ASP World Tour
Die ASP World Tour, die frühere World Championship Tour (WCT), ist der bedeutendste Wettbewerb des professionellen Surfsports. Sie wird von der 1979 gegründeten Association of Surfing Professionals (ASP) veranstaltet.
Die ASP World Tour setzt sich aus mehreren Wettkämpfen (10 in der Herren-, 8 in der Damenliga) an Surforten rund um den Globus zusammen.
Der einzige Weg in die ASP World Tour führt über die World Qualifying Series (WQS), in der nach der Bezahlung eines gewissen Startgeldes jeder antreten kann.
Die 45 männlichen und 17 weiblichen Wettkämpfer der ASP setzen sich aus den bestgewerteten Surfern der World Tour des Vorjahres(27 Männer, 10 Frauen), den bestgewerteten Bewerbern der WQS (15 Männer, 6 Frauen) sowie den Inhabern von sogenannten Wildcards (3 Männer, 1 Frau) zusammen.
Gewinner der ASP World Tour sind unter anderem Kelly Slater, Andy Irons, Layne Beachley und Lisa Anderson.

Die Geschichte des Surfbretts

Die traditionellen hawaiianischen Surfbretter waren unterschiedlich lang. Das olo oder Longboard war den höheren Mitgliedern der Gesellschaft vorbehalten, das kürzere alaia wurde von der Allgemeinheit verwendet. Alle diese Bretter wurden aus den auf den Inseln vorkommenden Hölzern gefertigt. Ein traditionelles Longboard konnte bis zu 90 kg (200 Pfund) wiegen.
Ursprünglich wurde auch von westlichen Surfern das traditionelle Longboard verwendet, jedoch begann man bald, das Gewicht durch Kürzen oder Perforieren des Holzes zu reduzieren. Letzerer Entwurf, Tom Blakes Hohlboard, wurde anfangs belächelt, wurde jedoch das erste in größeren Mengen produzierte Modell.
In der Produktion wurden sogenannte Fins (engl. Flossen) an der Unterseite des Brettes befestigt, um ihm eine bessere Lage im Wasser zu geben und die Lenkbarkeit zu steigern.
In den 30er Jahren experimentierte man gerne mit leichteren Hölzern wie Balsa oder Sperrholz, zuweilen auch in Kombination mit dem traditionellerweise verwendeten Redwood.
Die Entdeckung synthetischer Materialien schlug sich Mitte der 40er Jahre auch in der Konstruktion von Surfbrettern nieder, wo Kunstharze, Styropor und Fiberglas zu unverzichtbaren Baustoffen wurden.
In den 50er Jahren passte man die Bretter an das immer populärer werdende big wave riding an, während man sich in den 60er Jahren darauf konzentrierte, sie leichter und schneller zu machen und eine regelrechte Shortboard-Begeisterung ausbrach.

Moderne Surfbretter

Heutige Surfbretter bestehen in der Regel aus Styropor oder ähnlichen Materialen im Kern und sind mit Fiberglas überzogen. Die am weitesten verbreiteten Modelle sind:

  • Das Shortboard – ein kraftvolles, schnelles Brett, gut steuerbar; etwas schwierig zu paddeln
  • Das Fish Board – etwas kürzer und breiter als das shortboard, hinteres Ende gespalten; gut steuerbar, hilft beim wavecatching
  • Das Gun Board – ein langes schmales Modell mit spitz zulaufenden Enden; leicht zu paddeln und zu steuern, ideal für big wave surfing
  • Das Longboard – Mindestlänge von 2,7m (9’), vorderes Ende abgerundet; leicht zu paddeln und zu balancieren, bei Anfängern beliebt
  • Das Malibu Board – eine etwas kürzere Version des Longboards, wird auch MiniMal genannt
  • Das Funboard – ideales Anfängerbrett
  • Popout Boards – billige, starke, schwere und stabile Bretter, in Massenproduktion hergestellt
  • Foam Boards – sichere, einfach zu surfende Bretter, ideal für unerfahrene Surfer

Equipment

Neben dem Brett selbst gehört zur Grundausstattung eines Surfers die Leine, die den Surfer mit dem Brett verbindet, Surf-Wachs für bessere Haftung auf der glatten Oberfläche des Brettes, Fins, die für verbesserte Stabilität und Steuerbarkeit des Brettes an dessen Unterseite angebracht werden (üblicherweise in einer Dreierkonstellation, dem Three Fin Thruster), ein rash guard, Oberbekleidung als Sonnenschutz sowie ein Wetsuit, ein Neoprenanzug für Surfen in kaltem Wasser.

Bedeutende SurferInnen

Kelly Slater (*1972, USA)
Slater ist 8-facher ASP Weltmeister und somit erfolgreichster Profisurfer aller Zeiten. Schon als Teenager galt er als einer der weltbesten Surfer, und schon in seinem ersten Jahr als Profi wurde er mit 20 Jahren der jüngste ASP Weltmeister aller Zeiten. Slater revolutionierte das moderne Surfen indem er es um viele aus dem Skaten übernommene Manöver erweiterte, wodurch sich der Schwerpunkt von den traditionellen carves mehr in Richtung aerials verlagerte.

Laird Hamilton (*1964, USA)
Obwohl Laird Hamilton sich nie in professionellen Wettkämpfen wie der ASP World Tour maß, gilt er für viele als einer der meisterhaftesten Surfer aller Zeiten.
Er ist hauptsächlich für sein halsbrecherisch spektakuläres Surfen bekannt wie seinem Ritt auf einer der gefährlichsten Wellen in der Geschichte des dokumentierten Surfens bei Teahupo’o /Tahiti, zu dem selbst Surf Magazine nicht mehr als „oh my god…“ sagen konnte.

Layne Beachley
Beachley ist 7-fache ASP Weltmeisterin und hält den Rekord des Surfers mit den meisten in Folge gewonnenen Weltmeistertiteln (6), womit sie sogar Kelly Slater (5) schlägt.
Beachley ist Begründerin des höchstdotierten professionellen Wettbewerbs für Frauen, der Hawaiana Beachley Classic in Sydney.

Margo Oberg (*1953, USA)
Oberg ist 3-fache IPS Weltmeisterin und eine der ersten professionellen Surferinnen, die sich mit ihren Leistungen auch von den männlichen Kollegen Respekt verschaffte.
Ihren ersten Weltmeistertitel errang sie schon mit 15 Jahren. Margo Oberg gilt als erste weibliche big wave surferin und wurde als erste Frau lebenslanges Mitglied der ASP.

Weitere bedeutende Surfer sind unter anderen

  • Eddie Aikau (1946-1978; legendärer Surfer und Held),
  • Lisa Anderson (*1969; 4-fache ASP Weltmeisterin),
  • Rochelle Ballard (*1971; Unter den Top 10 der Welt seit 1994),
  • Tom Carroll (*1961; 2-facher ASP Weltmeister, erster Surfmillionär),
  • Tom Curren (*1964; 3-facher ASP Weltmeister),
  • Bernard “Midget” FarrellyChelsea Georgeson (*1983, ASP Weltmeisterin 2005),
  • Andy Irons (* 1978; 3-facher ASP Weltmeister, rivalisiert mit Kelly Slater),
  • Duke Kahanamoku (1890-1968; wichtiger Botschafter des Sports),
  • Nat Young (*1947; Weltmeister 1970, Auslöser der großen Shortboard-Begeisterung) und
  • Freida Zamba (*1965; 4-fache ASP Weltmeisterin). (*1944; erster ASP Weltmeister 1964).

Grundlegende Surf-Manöver

  • Aerial - Aus dem Skaten übernommenes Manöver für kleinere Wellen. Der Surfer schnellt zusammen mit seinem Surfboard vom Scheitel der Welle ab und lässt sich anschließend in dieselbe Welle zurückfallen.
  • Bottom Turn – Wendemanöver am Fuß einer Welle, nachdem der Surfer die Wellenfront herabgeglitten ist. Dadurch kann beschleunigt werden und das Brett für den weiteren ride ausgerichtet werden. Ausgangspunkt der meisten Manöver.
  • Cut Back – Wendemanöver, bei dem entlang der curl (der gewölbten Front einer kurz vor dem Brechen stehenden Welle) geglitten wird, mit anschließender kraftvollen Wende gegen den brechenden Teil der Welle.
  • Take Off – Der Surfer paddelt hinaus um eine Welle abzufangen, richtet sich auf seinem Brett auf und gleitet damit vom Scheitel der Welle deren Front entlang hinab. Ausgangspunkt jedes Rides.
  • Top Turn – Das Hinaufsurfen an der Wellenfront zu ihrem Scheitel mit anschließender Wende zurück ins Wellental. Dadurch wird Kraft und Geschwindigkeit gewonnen.
  • Trimming – Beschleunigungsmanöver, bei dem bei genau der Geschwindigkeit, die nötig ist, um seine relative Position zur Welle zu bewahren, an der Wellenfront entlang geglitten wird.
  • Barrel/Tube – Das Surfen in der Trommel einer brechenden Welle. Schafft der Surfer es nicht, die tube auch wieder zu verlassen, spricht man von einem barrel ride.

Verhaltenskodex beim Surfen

  • Derjenige Surfer, der dem brechenden Abschnitt einer Welle am nächsten ist, hat das Vorrecht, diese Welle zu reiten.
  • Sei keine Gefahr für andere.
  • Sei keine Gefahr für dich selbst: Leinen, Gurte und Fins helfen, die Kontrolle über das Brett zu bewahren.
  • Surfe nach deinen Fähigkeiten und mute dir nicht zu viel zu.
  • Surfe niemals allein. Aus Sicherheitsgründen sollte stets eine weitere Person (ein Buddy) anwesend sein.
  • Paddle niemals durch den brechenden Abschnitt einer Welle. Dies kann gefährlich sein und den ride eines anderen behindern. Paddle seitlich vorbei.
  • Sei kein wave-hogger: Reite nicht jede einzelne Welle an einem vielbesurften Spot. Trete deinen Vorrang auch an andere ab.
  • Respektiere die locals (Surfer, die den Spot schon seit langem mit Regelmäßigkeit besuchen) und ihre Verhaltensregeln.
  • Sei höflich und freundlich.

 

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